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Thomas Manhartsberger

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Raunächte

Thomas Manhartsberger

Raunächte 2020 - 2021

Das Jahr 2020 ist ein außergewöhnliches Jahr mit vielen Herausforderungen, schwierigen Situationen und neuen Verhaltensweisen. Ich und wahrscheinlich wir alle freuen uns, wenn dieses Jahr vorübergeht und hoffen auf ein besseres und „gewöhnlicheres“ Jahr 2021. Um den Übergang zu begleiten und das alte Jahr würdevoll abzuschließen, bietet sich die Zeit der Raunächte an. In diesem Blog möchte ich Euch einige Informationen und Handlungen für diese besondere Zeit in diesem besonderen Jahr mitgeben. Viel Spaß beim Lesen und anwenden.

Mit der Thomasnacht vom 20. auf den 21. Dezember fangen die Rauhnächte an. Es gibt unterschiedliche Systeme. Meistens dauern die Rauhnächte zwölf Nächte mit dem frühesten Beginn am 21. Dezember und dem spätesten Ende am 5. Jänner.

Im Brauchtum kennt man unterschiedliche Begriffe mit unterschiedlichen Schwerpunkten:

  • Los- oder Raunnächte, weil es sich um eine Orakelzeit handelt,
  • Rauchnächte, weil in dieser Zeit immer geräuchert wird,
  • Frei-, oder Stillnächte, weil es sich um eine Seelenzeit handelt,
  • Schwarze Nächte, weil die Sonne ihren Tiefpunkt im Jahreskreis durchläuft,
  • Raunächte, weil in dieser Zeit die Rau bzw. wilden Dämonen umgehen.

Zu dieser Zeit ist die erhöhte feinstoffliche Aktivität des Geistigen leichter spürbar.

In den Tagen der Rauhnacht offenbart sich gerne die Wahrheit. Es ist die beste Zeit, um auch hinter die eigenen Schatten zu schauen und diese zu wandeln. Die Rauhnächte erleichtern den Einblick in das eigene Lebensgeflecht und die gewonnenen Botschaften und Erkenntnisse beeinflussen positiv die Zukunft.

Ihr könnt die Rauhnächte nutzen, um das Jahr 2019 abzuschließen und Euch auf unterschiedliche Art und Weise auf das Jahr 2020 vorzubereiten.

In jedem Fall darf die Zeit zwischen 21. Dezember und 6. Jänner ausgeruht, innegehalten, entspannt und relaxed werden, dies entspricht dieser speziellen Zeitqualität.

Passt auch auf, nicht zu streiten und keine neuen Projekte anzufangen. Auch die Träume sind von besonderer Bedeutung, hier tritt die Liebe und das Leben an sich in den Vordergrund.

Raunächte – Die Zeit zwischen den Zeiten

Der Mond braucht ca. 29 Tage von Neumond zu Neumond, mal 12 Mon(d)ate ergibt dies 254 Tage. Die Sonne braucht länger – 365 Tage – um an derselben Stelle am Himmel wieder zu stehen.

Die Differenz zwischen dem Mondjahr und dem Sonnenjahr ist die „Zeit zwischen den Zeiten“, oder die „Zeit außerhalb der Zeit“. Somit ist diese spezielle Zeit – die Zeit der Rau(h)nächte eine besondere Zeit, die weder den Gesetzen des Mondes noch der Sonne folgt.

Die Raunächte sind außergewöhnlich

In dieser Zeit der Einkehr und der Stille kannst Du Fragen zu Deinem Leben oder Deiner spirituellen Entwicklung stellen.

Solche Fragen können sein:

  • Was sind meine Ziele?
  • Was behindert mich und möchte ich loswerden?
  • Was bewegt mich?
  • Wer bin ich in meinem Inneren, in meinem Herzen?
  • Welche Qualität von mir möchte ich entwickeln?

Und vieles mehr…

21. Dezember: Tag- und Nachtgleiche oder Thomasnacht

Die dunkelste und längste Nacht des Jahres. Das Licht wird wiedergeboren.

Nach der Wintersonnenwendnacht muss das neugeborene Licht im Mutterschoß gehütet werden, bis es stark genug wird.

Dies ist die Zeit der Reinigung, des Loslassens und der Vorschau auf das Kommende.

Rauhnächte

Haus räuchern – Altes Loslassen und segnen

Bereite Dich auf das Räuchern vor. Zünde eine (weiße) Kerze an. Meditiere für einige Zeit. Komm zu Dir und zentriere Dich. Spiele eine schöne meditative Musik. Stimme Dich darauf ein, alte und nicht mehr förderliche Dinge und Energien loszulassen und zu transformieren.

Fange mit dem Räuchern an:

  • Entzünde die Räucherkohle, warte einige Minuten, bis sie ganz durchglüht.
  • Schließe alle Fenster und sorge dafür, dass Du die nächste Zeit ungestört bist.
  • Räucherstoffe: Kampfer, Salbei, Beifuß, Weihrauch oder die Räuchermischung
  • Gehe durch jeden Raum, inkl. WC, Bad, Vorräume etc. und räuchere jeweils von oben nach unten, lege Räucherstoffe nach, auch Eingangsbereich und Keller nicht vergessen.

Wichtig: Bete/singe Mantras/sei in Deinem Herzen und möglichst in einem meditativen Zustand.

Gebet für die Raunächte

Liebe göttliche Kraft, mich unterstützenden Lichtwesen,
insbesondere Erzengel Michael,
ich besinne mich auf Euch
und bitte um Beistand und Unterstützung für die energetische Reinigung.

Ich reinige nun mein Zuhause von allen negativen Energien wie
Trauer, Wut, Angst,
Kritik und Selbstkritik,
sowie Anhaftungen, Schwüre und Gelübden die nicht mehr gut für mich sind.
Ich danke Euch für das Durchfluten meiner inneren und äußeren Räume mit
Eurem Licht, Strahlen und heilenden Energien.

Ich danke Euch für das Hinterlassen von Liebe, Freude, Glück und Zufriedenheit.
Ich trenne mich von allem Alten, nicht mehr brauchbaren und negativen des alten Jahres.
Ich bin bereit in ein neues, heilendes, von Liebe getragenem und glückliches Jahr zu gehen.
Ich danke euch für euren Beistand.

Mantra

Om Mani Padme Hum

… ist das Mantra des Mitgefühls. Du kannst es rezitieren um Mitgefühl und Liebe – auch und vor allem dir selbst gegenüber – auszudrücken und auf diesem Wege Heilung zu finden. Das Mantra ermächtigt uns, uns selbst und anderen zu vergeben, den Schmerz, den wir wissentlich oder unwissentlich verursacht haben.

Du kannst dieses Mantra während der Räucherung rezitieren.

  • Reinige auch Dich selbst und alle im Haushalt lebende Menschen.
  • Zum Schluss bedanke Dich bei den Spirits und unterstützenden Kräften, wie auch bei Dir selbst. Öffne die Fenster und lass frische Luft und Energie herein.

Nach der Geburt des Lichtes beginnt für zwölf Tage und Nächte Odins "wilde Jagd". Die Wiederkehr des Lichtes hat schon stattgefunden, doch praktisch liegt die kälteste und härteste Zeit des Winters noch vor uns.

Die Wintersonnenwende wird gefeiert, um daran zu erinnern, dass die noch zu erwartende Dunkelheit ihren Kampf bereits verloren hat. Dies gibt Mut, Kraft und Hoffnung, diese bevorstehende Zeit gut und zuversichtlich zu meistern.

Die Räuchermischung

Folgende Bestandteile könnte Deine Räuchermischung haben:

Salbei: zur Reinigung und Klärung von Räumen und Energie

Beifuß: Schutz gegen Böses und Gefahr, Manneskraft stärkend

Fichtenharz: desinfizierend, Mutterbaum der alten Germanen, Reinigung von Räumen

Muskatnuss: nur in kleiner Dosis verwendet, Glücksbringer und Schutzkraft

Kiefernnadeln: weibliches Gegenstück zum weißen Salbei, verbindet die 4 Elemente

Rosenblätter: beruhigend und entspannend, bringt Dinge in Fluss

Wacholder: Abwehr und Schutz, einer der wichtigsten Zauberpflanzen

Rotes Sandelholz: öffnet zu höheren Schwingungen, Schutz vor negativen Kräften

Räuchertage während der Raunächte

Neben Räucherungen war es üblich, Haus und Hof zu reinigen, um sich für das neue Licht und das neue Jahr bereit zu machen, Dämonen auszutreiben und Unheil abzuwenden.

Die traditionellen Rauchnächte sind der

21., der 24. und der 31.12. sowie der 5.1.

Nutze diese Tage für rituelle Räucherungen deines Hauses, Deiner Wohnung und Dir selbst.

Die 12 Raunächte zwischen dem 24./25. Dezember und dem 4./5. Januar.

In früheren Zeiten nutzte man die Zeit der Rauhnächte, um zu feiern, alte Weisheiten und Geschichten weiterzuerzählen, zu lauschen, in sich einzukehren und das neue Jahr für sich zu planen. Was steht im neuen Jahr an? Was liegt vor uns?

Du kannst die 12 Rauhnächte für eine Innenschau und Einkehr benutzen, für Meditation, Klärung und Klarheit. Du kannst die Rauhnächte für eine tägliche Einkehr oder Meditation nutzen. Ich möchte Dir ans Herz legen die heurigen Rauhnächte für einen täglichen Wald- bzw. Naturspaziergang zu nutzen. Der Wald im Winter hat eine besondere Qualität der Ruhe und Klarheit, die Du für Dich, Deine Fragen und Herausforderungen Nutzen kannst.

Jede Rauhnacht hat ihr eigenes Thema und spricht einen anderen Aspekt Deines Lebens und Seins an. Besinne Dich jeden Tag auf das Hier und Jetzt, auf Dein Herz – atme in dein physisches Herz hinein – und schenke Dir Momente der Hingabe und Achtsamkeit.

24. bis 26. Dezember steht für Familie und Freunde, somit für unser Fundament und Wurzeln. Verbringe Zeit mit Deinen Lieben, lass Dankbarkeit und Freude in Dein Herz.

24./25 Dezember - Heiligabend

Schon im frühen Christentum wurde die Geburt Christi auf den 24. Dezember festgelegt.
Das Christuslicht bzw. die Geburt des Gottessohnes steht für Hoffnung, Wiedergeburt, Sieg und Erlösung.

Thema: Abschluss: des alten Jahres und Beginn des Lichts, der Tag der Liebe und Vergebung

Rauhnächte Flamme
  1. Dezember

Thema: Stille: mach einen stillen Spaziergang durch den Wald, richte Deine Sinne auf die Ruhe und Stille, die Dich umgibt.

  1. Dezember

Thema: Öffnung - Wir bauen eine Brücke zwischen dem alten und neuen Jahr.

  1. Dezember

Thema: Vertrauen:  Sprich mit Deinem inneren Kind und erzähle ihm eine Geschichte über Vertrauen.

  1. Dezember

Thema: Den Körper heiligen

Gehe achtsam mit Deinem Körper um. Spüre Dich. Halte immer wieder inne und spüre in dich hinein. Was kommt als Antwort? Was braucht Dein Körper?

  1. Dezember

Thema: Gefühle

Sei heute achtsam Deinen Gefühlen gegenüber. Erinnere Dich auch an das vergehende Jahr. Lass Deinen Gefühlen zu diesen Erinnerungen freien Lauf. Werte nicht, nimm eine beobachtende Haltung ein. Sage Danke.

  1. Dezember (die siebte Rauhnacht) Silvester

Thema: Herzensziele

Benutze den heutigen Tag wieder, um zu räuchern.

Frage Dich: was möchtest Du erreichen? Was verändern und was bewahren? Was brauchst Du noch, um Deine Wünsche zu erfüllen? Bitte Deine Hilfswesen um Unterstützung. Wenn Du eine konkrete Frage hast, achte auf die Zeichen und Umstände, die Dir heute begegnen.

  1. Januar

Thema: Entscheidung

„Viel Glück und viel Segen auf all Deinen Wegen“

Versuche auf dem heutigen Spaziergang durch den Wald eine wichtige anstehende Entscheidung zu treffen. Wie eine Weggabelung auf einer Wanderung, beginnt mit dieser Entscheidung der weitere Verlauf Deines Lebens. Bedenke, dass keine bewusste Entscheidung zu treffen auch eine Entscheidung ist.

  1. Jänner

Thema: Versöhnung

Um wirklich einen neuen Weg einschlagen zu können, ist es wichtig alte Dinge loszulassen. Die Kraft der Vergebung und der Versöhnung ist einer unserer mächtigsten Verbündeten auf unserem Weg.

  1. Jänner

Thema: Achtsamkeit

Wenn Du den Schritt der Versöhnung gegangen bist, dann begib Dich in eine Auszeit. Lass heute kommen, was kommt. Halte nichts fest, werte und beurteile nichts, sondern kehre einfach immer wieder in Deine Achtsamkeit und Beobachtung zurück. Es ist heute nichts zu tun, außer eben nichts zu tun.

  1. Jänner

Thema: Dankbarkeit

Wenn Du wirklich ein erfülltes Leben führen möchtest, dann fang spätestens heute mit Ritualen der Dankbarkeit an. Es gibt in unserem Leben so viele kleinere und größere Dinge, für die wir dankbar sein können. Richte Deine Gedanken und Gefühle auf diese. Je mehr Du Dankbarkeit in Dein Leben läss,t umso mehr wird Dein Leben strahlen und Dein Weg leuchten.

  1. Jänner

Thema: Erwachen

Angst, Wut, Sorgen, Neid oder Unwissenheit verdunkeln unsere Seele. Doch diese Schatten weisen darauf hin, wo es Licht gibt: Mitgefühl, Vertrauen, Liebe, Vergebung und Dankbarkeit sowie auch Achtsamkeit und Lebensfreude sind die lichten Kräfte, die uns die Dunkelheit überwinden lassen.

Tiefste negative Kräfte können wir nun verabschieden und sie in die Heilung, in das Licht führen. Das Licht ist schon längst in uns. Nutze den heutigen Aufenthalt im Wald – sowie die Natur und der Jahreskreis dies bereits vorgeführt haben – um ins Licht zu kommen.

Räuchere nochmals, um Licht und Liebe einzuladen.

 

Ich wünsche Dir ein erfülltes, glückliches, liebevolles und insbesondere gesundes Jahr 2021.

Schamanenaltar Rauhnächte

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